15.-17.4.: Messe NORDPFERD

Diverse Team-Mitglieder waren auf der NORDPFERD 2011 im Tagesprogramm und in der Gala-Show zu sehen!

Die Schaubilder im Tagesprogramm, an denen u.a. folgende Team-Mitglieder teilgenommen haben:
„Variationen zu Pferde“ (Corinna Scholz, Sabine Tanneberg, Ines Diepenbruck, Ines Lampe, Steffi Krieger, Ebba Woywode und Susi Müller-Breitkreuz)
„Barockes Ensemble“ (Corinna Scholz, Petra Köpcke, Sabine Tanneberg, Ines Lampe, Ines Diepenbruck und Steffi Krieger)
„Isi goes classic“ (Ebba Woywode, Susi Müller-Breitkreuz, Ulrike Stolzenberg), von Corinna kommentiert
„Horsemanship meets classic“ und „Mein Pferd hat Angst“ (Sady Czarnecki, Fiona Steenbuck)

In der Abendgala waren wir vertreten mit unseren Pferden:
„Frühling der Einhörner“ (Esperanzador, Argento, Ousado, Sureña, Smily)

Mit dabei waren (in alphabetischer Reiheinfolge):

Argento (14j. Kladruber) mit Petra Köpcke
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Esperanzador (8j. Barockmix-Hengst) mit Corinna Scholz
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Joya (14j. P.R.E.) mit Corinna Scholz
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Loftsteinn v. Krukow (21j. Islandpferd) mit Ebba Woywode
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Ostra (7j. Islandstute) mit Susanne Müller-Breitkreuz
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Ousado (16j. Lusitano) mit Sabine Tanneberg
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Rein (6j. Friese) mit Stefanie Krieger
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Smily (19j. Knabstrupper) mit Ines Lampe
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Sureña (12j. Lusitano) mit Ines Diepenbruck
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Sara vom Thorhof („Emma“), 11j. Islandpferd mit Ulrike Stolzenberg
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So hat Ines Diepenbruck ihre erste NORDPFERD erlebt:

Ich bin erst seit Oktober 2010 im Besitz meiner Lusitano-Stute Sureña und somit sollte die Nordpferd unser erstes Wagnis auf die Showbühne werden. Und das gleich mit zwei Auftritten im Tagesprogramm sowie der Teilnahme an der Gala-Show „Dreams… denn Wunder geschehen“!

Meine Nerven lagen schon ein bis zwei Wochen vor der Messe blank, machte ich mir doch Sorgen um so Vieles. Wie würde Sureña mit der Atmosphäre umgehen, die fremde Box mit ständigem Trubel drum herum etc.? Ich hätte mir die Bedenken sparen können; meine Heldin war unglaublich souverän in allem, was an diesem Wochenende passiert ist. Vom Abladen über den Einzug in die Box, dem ersten Anschauen der Show-Halle bis hin zu den Auftritten.

Die erste Tagesvorführung: „Variationen zu Pferde“. Der erste Auftritt – gleich am Langen Zügel. Corinna sagte noch Wochen vorher, als ich noch ziemlich wenig Zug am Langen Zügel hatte und das alles noch eher zögerlich war und als wir über die Möglichkeit sprachen, ob ich Sureña am Langen Zügel vorstellen könne: „Ziehen tut sie in der Halle bestimmt… nur wohin ist die Frage“. Zugegebenermaßen, ein bisschen Sorge deswegen hatte ich, aber Sureña war einfach nur toll. Vor der Halle stehen war nicht möglich, da mussten wir immer in Bewegung bleiben. Ich brauchte die Hilfe einer zweiten Person, um von der Position am Kopf weg und hinter Sureña an den Langen Zügel zu kommen, aber sobald es in die Halle ging, benahm sie sich wie ein Profi. Was für eine Ausstrahlung, was für eine Freude! Ich hatte Zug in der Hand, konnte mich zurücklehnen, lenken und genießen. Wir steigerten uns am Langen Zügel kontinuierlich über das ganze Wochenende, so dass am letzten Tag Dinge möglich waren, die ich vor der Messe noch nicht machen konnte: Ein erster Ansatz von Zick-Zack-Traversalen, fließend von einem Seitengang in den anderen wechseln… Sureña schien nur noch zu fragen: „wohin als nächstes? Im Travers? Renvers? Traversale??“
Vor der Messe war daran noch nicht zu denken, aber das gegenseitige Vertrauen war in diesen drei Messetagen so gewachsen. Einfach nur noch traumhaft.

Die Arbeit an der Hand im „Barocken Ensemble“ ging gefühlsmäßig bei mir etwas unter, obwohl auch dort alles gut lief. Mein Fokus lag auf dem Langen Zügel und natürlich der Gala-Show. Nach der Generalprobe am Donnerstag hatten wir einen Teil der Choreographie (oder Nicht-Choreographie eigentlich) verworfen und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion neu geplant. Ein Teil des Stalltraktes wurde dabei kurzerhand zu unserer ‚Show-Halle‘, um neue Wege einzustudieren. Ohne Musik, ohne Möglichkeit, die Laufwege zeitlich zur Musik zu planen. So war es fast mehr ein „Katalog an Möglichkeiten“ als eine fertige Choreographie, mit der wir in die Show gingen. Der erste Teil stand fest, die anderen Lektionen hatten ihre Reihenfolge, nur welche wir zeitlich überhaupt unterbringen konnten wussten wir nicht.

In der Vorbereitung zur Erstaufführung von „Dreams“ wurde es dann auch auf einmal knapp. Laut Zeitplan sollten wir 1 Stunde nach Show-Beginn auftreten, aber nach bereits etwa 30 Minuten hieß es dann: „Ihr müsst auf’s Pferd… jetzt!“ Also wurde alles doch ein wenig hektisch, Abreiten war nicht mehr möglich, mit Kaltstart ging es in die Show. Auch hier war vor der Halle nicht an ein Stehenbleiben Sureña‘s zu denken. Einmal haben wir’s versucht, da durfte ich dann einen Ansatz zur Levade unter mir spüren (andere würden sagen: „das Pferd ist gestiegen“). Und dann ging die Tür auf… Louis an der Tete zog in die Halle rein, als gäbe es kein Morgen mehr und da wurde auch hinten nicht mehr gezögert. Unsere Einhörner liefen wie an der Perlenschnur aufgereiht, die Abstände saßen perfekt (das hatten wir ja nun auch ordentlich geübt) und auch die Choreographie funktionierte. Wir kamen zu weniger Lektionen als gedacht, aber Flexibilität geht über alles. Auch in der Gala-Show hat mich Sureña – wie so oft an diesem Wochenende – beeindruckt. Nervös vorher, aber voll bei der Sache, sobald es in die Halle ging. Der Märchenwald in der Halle sah zwar in der Show anders aus als in den Tagesvorführungen, was sie mit Stocken und Gucken quittierte (Ousado vor ihr hat’s vorgemacht, wir haben mitgemacht), aber ansonsten war es, als wäre der Auftritt in einer Show alltägliches Geschehen für sie.

Tolle Auftritte, eine phantastische Stimmung innerhalb unserer Gruppe und auch die super Atmosphäre unter allen anderen Teilnehmern/Darstellern haben dieses Wochenende für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Es wird mit Sicherheit nicht der letzte öffentliche Auftritt für Sureña und mich gewesen sein!

Ines Diepenbruck und Sureña

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Zeitschrift „Hofreitschule“ 2-2011:

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