23.7.: Seminar

Am 23. Juli fand wieder einmal das begehrte Seminar „Arbeit an der Hand“ statt. In diesem Jahr verteilte das Team Légèreté dieses Seminar auf 2 Tage: am 23. Juli waren die Einsteiger eingeladen, am 1. Oktober fand das Seminar für Fortgeschrittene statt.

In der vomittäglichen Theorie ging es um Sinn und Zweck der klassischen Arbeit an der Hand, um die Voraussetzungen von Pferd und Führer, um die Möglichkeiten der Arbeit an der Hand – aber auch um ihre Grenzen.

Im Praxisteil am Nachmittag stellten Team-Mitglieder Pferde zur Verfügung, mit denen einzelne Übungen gezeigt wurden, um zu demonstrieren, wie verschieden diese aussehen können, je nach Ausbildungsstand von Pferd und Führer. Vorgestellt wurden der Hannoveraner Welcome von Fiona Steenbuck, der Friesen-/Traber-Mix Bandolino von Monika Greiner, der P.R.E. Joya von Corinna Scholz, die Islandstute Blika von Stefanie Zarling und die Lusitanostute Sureña von Ines Diepenbruck. Hier konnten die Teilnehmer Abkauübungen an der Hand, Anführen im Schritt, Halten und Rückwärtsrichten beobachten. Zudem zeigten die Vorführenden bewußt Fehler in der Körperhaltung und Hilfengebung, die von den Teilnehmern erkannt und korrigiert werden sollten, so daß hier die Auswirkungen fehlerhafter Einwirkung gut erkennbar wurden.

Schließlich wurden die klassischen Seitengänge Schulterherein, Travers, Renvers und Traversale im Schritt vorgestellt. Danach durften die Teilnehmer mit den Pferden üben. Es wurde auch immer wieder auf persönliche Fragen und Probleme einzelner Teilnehmer eingegangen, so dass der Tag sehr intensiv und persönlich gestaltet wurde.

Auch die Zirzensischen Lektionen und ihre Entwicklung stießen auf großes Interesse – Fiona Steenbuck stellte hierzu mit ihrem dreijährigen Partbred-Shetlandpony Simba Kompliment, Knien, Liegen, Sitzen und die Anfänge von Spanischem Schritt und Steigen vor. Zudem ließ sie dem Bewegungsdrang des jungen Wallachs freien Lauf und unterstützte spielerisch dessen Ideen zu Spanischem Trab, Passage, Terre á Terre und Kapriole, deren Ansätze von dem hübschen Tigerschecken eindrucksvoll gezeigt wurden.

Danach zeigte Corinna Scholz an den vorhandenen Pferden die ersten Schritte zum Kompliment und zum Spanischen Schritt. Die sehr unterschiedliche Reaktion der Pferde machte deutlich, wie unterschiedlich und flexibel an diese Lektionen herangegangen werden kann und sollte, um dem Pferd Lust auf die Bewegungen zu machen und keine Angst entstehen zu lassen.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchweg positiv, so kamen wenige Tage nach dem Seminar einige E-Mails, in denen die Teilnehmer sich begeistert darüber äußerten, dass nun zu Hause mit dem eigenen Pferd Dinge gelangen, an denen bereits längere Zeit erfolglos experimentiert wurde. Auch das Zur-Verfügung-stellen der „Übungspferde“ stößt immer wieder auf Begeisterung. Viele Eindrücke und Erfahrungen des Tages helfen sehr für die Weiterarbeit zu Hause.