Traber

… im Team Légèreté:

.

SCAPA, * 1997, Stute, dunkelbraun
Vater: Keystone Voyager v. Florida Pro / Hickory Pride

.

Als Traber bezeichnet man Pferde, die für Trabrennen eingesetzt werden (können). Moderne Traber sind das Ergebnis einer zielgerichteten Pferdezucht über Generationen hinweg. Ursprünglich züchtete man besonders leistungsfähige Wagenpferde, die ersten Trabrennen waren nichts anderes als spezielle Zuchtleistungsprüfungen. Heute werden Traber ausschließlich für die Trabrennbahn gezogen. Zusätzlich zu den drei Grundgangarten haben viele Traber  auch eine genetische Anlage zu Tölt und Pass. In den USA werden die Pferde nicht nur für Trabrennen, sondern auch für Passrennen eingesetzt. In Deutschland erfreuen sich (töltende) Traber immer größerer Beliebtheit als Freizeitpferde.

Im Körperbau sind Traber so uneinheitlich wie in der Größe, da in der Zucht nur auf Schnelligkeit geachtet wird. Es gibt viele verschiedene Typen, darunter den gut geschlossenen Cobtyp, leichte Vollbluttypen und Warmbluttypen. Um die geforderten Geschwindigkeiten im Trab zu erreichen, besitzen sie eine sehr gut bemuskelte Hinterhand, die häufig auch überbaut sein kann, und meist kurze, steile Fesseln.

Der deutsche Traber basiert auf drei Zuchten:

  • Das American Standardbred (Amerikanischer Traber) gilt als der schnellste Traber. Daher ist er durch Importe und Verdrängungskreuzung Zuchtgrundlage der meisten Traberzuchten der Welt, so auch der deutschen Zucht.
  • Der Trotter Francais (Französischer Traber) bildet eine eigene Population mit geringem Einfluss des Standardbreds. Da in Frankreich großer Wert auf den Erhalt der Rasse gelegt wird, ist das Rennreglement so gestaltet, dass ausländischer Einfluss gering bleibt. Der Französische Traber ist in der Regel groß und trabsicher und wird auch im Hinblick auf Reiteignung gezüchtet, da in Frankreich viele Trabrennen mit Reiter ausgetragen werden. In der deutschen Zucht hat er einen Anteil von unter 10 %.
  • Der Russische oder Metis-Traber ist auf Grundlage des Orlow-Trabers durch Einkreuzung des Standardbreds entstanden. Diese beiden Rassen haben auf die deutsche Zucht nur noch einen sehr geringen Einfluss.

Pferde mit diesem Zuchthintergrund konkurrieren auf den großen Trabrennbahnen weltweit. In einigen Ländern gibt es noch andere bedeutende Trabrennveranstaltungen, die mit Pferden regionaler Herkunft ausgetragen werden. So z. B. der Skandinavische Kaltbluttraber.

Traber können im Trab Geschwindigkeiten von 45–50 km/h erreichen. Die zur Zeit schnellsten deutschen Hengste im Deckhengstregister des HVT (Hauptverbandes für Traber-Zucht e. V.) haben einen Kilometerrekord von einer Minute und 10,2 Sekunden.

Sie sind ausdauernd und von harter Konstitution. Als Reitpferde sind Traber sehr vielseitig. Ihre Ausdauer prädestiniert sie für das Distanzreiten, ihre raumgreifenden Gänge und ihr guter Charakter für das Gelände- und Wanderreiten. Viele Traber haben durch den Einfluss des American Standardbreds eine mehr oder weniger ausgeprägte Veranlagung zu einer oder mehreren Viertaktgangarten oder auch zum Pass. Das kann Tölt, Walk, Rennpass und oder Foxtrott sein, schnellere Tölter wird man in kaum einer anderen Rasse finden. Auch ist die Teilnahme an Gangpferdeturnieren möglich, es hat sich inzwischen eine kleine Turnierszene gebildet.

Quelle: Wikipedia

**********************************************************************