17.3.: „Arbeit an der Hand“ für Einsteiger

Am 17. März fand zum wiederholten Male der begehrte Workshop “Arbeit an der Hand” statt.

Bei der Vorstellungsrunde wurde sehr deutlich, wie unterschiedlich die Erfahrungen der Teilnehmer waren, zudem kam wieder eine erstaunliche Rassenvielfalt zu Tage. Es versprach, spannend zu werden. Und tatsächlich entwickelte das Seminar sehr schnell eine erstaunliche und höchst erfreuliche Eigendynamik, weil sich die Teilnehmer intensiv einbrachten und den Mut zeigten, Fragen zu stellen.

In der vomittäglichen Theorie geht es um das große Warum – Sinn und Zweck der klassischen Arbeit an der Hand, um die Voraussetzungen von Pferd und Führer, um die Möglichkeiten der Arbeit an der Hand – aber auch um ihre Grenzen. Und darum, welche Pferde bzw. Führer für die Arbeit an der Hand weniger geeignet sind.

Danach bekamen die Teilnehmer im Selbstversuch ein Gefühl für Nähe und Distanz und wie unterschiedlich diese wahrgenommen und als angenehm empfunden wird; lange Schritte in aufrechter, selbstbewußter Haltung wurden geübt, und natürlich auch die Gertenhaltung und das Gefühl für die Gerte an sich. Zudem sollten die Teilnehmer Begriffe vorstellen, die die anderen erkennen sollten. All‘ das begegnet uns bei unseren – insbesondere bei fremden – Pferden, die sich ebenfalls über Mimik und Körpersprache ausdrücken. Um hierfür ein Gefühl zu bekommen, fanden die Übungen im Selbstversuch statt, was großen Spaß machte.

In der Mittagspause gab es neben Tomatensuppe, Würstchen und Baguette viele gute Gespräche.

Im Praxisteil am Nachmittag zeigten Teresa Frerichs mit ihrem Arabo-Haflinger Sarahani und Pamela Wagener mit ihrer Hannoveranerstute Atlanta Grundübungen der Arbeit an der Hand mit dem jungen Pferd. Spannend hier schon der Unterschied der beiden Pferde und wie sie sich im Verlauf der Übungen wandelten: so galt es, Atlanta ihre Erregbarkeit und Nervorsität zu nehmen und sie darauf einzustimmen, Dinge auszuhalten (Berührung der Gerte etc.), während der recht forsche, selbstbewußte, schnell distanzlose Sarahani durch bestimmtes Angehen und Halten und das Übertreten an der Hand seinen Führer nach und nach mehr beachtete und behutsamer und aufmerksamer im Umgang wurde.

Im Anschluss stellten wieder einmal Team-Mitglieder in zwei Blöcken ihre Pferde zur Verfügung. Dabei waren: der 20jährige Hannoveraner Fàscino und der 15jährige P.R.E. Joya von Corinna Scholz, die 9jährige Araberstute Sefinetta und die 17jährige Islandstute Blika von Steffi Zarling und die 7jährige Islandstute Lukka und der 6jährige P.R.E. Merlin von Nicole Yimporn.

Die Teilnehmer konnten das Anführen, Halten, Rückwärtsrichten und antraben ausprobieren und die verschiedenen Reaktionen der Pferde beobachten. Auch die klassischen Seitengänge Schulterherein, Travers, Renvers und Traversale durften in Schritt und Trab ausprobiert werden. Manche Teilnehmer erlebten ihre ersten Piaff-Tritte an der Hand und konnten zusehen, wie Galopp an der Hand entwickelt werden kann. Zudem wurden Galopp-Traversalen, Pirouetten und Terre à Terre an der Hand gezeigt, Kompliment und Steigen gehörte auch in das Repertoire der teils weit ausgebildeten Pferde, die sich ihren Applaus redlich verdient hatten.

Zu guter Letzt wurden noch verschiedene Kappzäume gezeigt und es wurde besprochen, wie und wo diese verschnallt sein sollen – und wie und wo nicht.

Es wurde, wie immer, auf persönliche Fragen und Probleme einzelner Teilnehmer eingegangen, so dass der Tag sehr intensiv und persönlich wurde. Das Feedback der Teilnehmer war entsprechend positiv; das Zur-Verfügung-stellen der “Übungspferde” traf wie immer auf Begeisterung, insbesondere, da die Pferde so verschieden sind. So konnten Dinge ausprobiert werden, die mit dem eigenen Pferd bisher (noch) nicht möglich waren.

„Aushalten lernen“ am Beispiel Ohren anfassen: Atlanta & Pamela

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gerades Halten auf offener Linie: Teresa & Sarahani

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Sarahani im freien Steigen

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Großer Führer, kleines Pferd – problematisch?

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Ideales Größenverhältnis: Karen & Blika

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hochkonzentriert… Andrea & Fàscino

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erste Erfahrungen sammeln: Christoph & Lukka

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Rückwärtsrichten: Katrin & Fàscino

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vom Renvers in’s Schulterherein: Andrea & Blika

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Kompliment: Fàscino

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Isi going: Katrin & Blika in der Traversale

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Pesade: Fàscino

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Schulterherein: Sefinetta und Joya

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Nicole & Merlin

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Teresa & Joya

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Galopp an der Hand: Steffi & Sefinetta

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Galopp-Pirouette: Corinna & Joya

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Joya in der Laufcourbette

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Dreierlei Kappzäume zum Anfassen…

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… und wie und wo sie sitzen sollen