Trakehner

… im Team Légèreté:

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LYNN, die „Trakete“, * 17.6.1992, Stm. 1.62 m
Vater: Marduc v. Halali / Ferlin
Mutter: Luecone v. Consul / Valentin
lynn

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Der Trakehner ist in der Pferdezucht eine der bedeutendsten deutschen Reitpferderassen.
Trakehner sind vor allem im Dressur- und Vielseitigkeitssport erfolgreich.

Der Trakehner gilt als edle Warmblutrasse, da reinblütig gezüchtet wird; das heißt, es dürfen außer Trakehnern nur Englische und Arabische Vollblüter, Shagya-Araber und Anglo-Araber eingekreuzt werden. Er kommt dem Ideal des modernen Reitpferdes (gerades oder arabisiertes Profil, langer, eleganter Hals, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, mittellang, rundrippig, lange, schräge und gut bemuskelte Kruppe) sehr nahe.

Der Trakehner gilt als gelehriges, aber meist recht eigenwilliges Pferd. Fortgeschrittene und feinfühlige Reiter schätzen seine Sensibilität, aber auch für Kinder und Jugendliche ist diese von Vorteil, vorausgesetzt, sie haben genug Erfahrung und Können, um mit den oft temperamentvollen Pferden umzugehen. Hervorzuheben sind sein i.d.R. enormer Mut, seine Härte, aber vor allem sein ausgeprägter Charakter und seine hohe Intelligenz.
Der Trakehner eignet sich für alle Arten des Reitsports. Seine Stärken liegen in der Dressur und der Vielseitigkeit. In kaum einer anderen Sportart findet man prozentual gesehen so viele Trakehner wie in der Vielseitigkeit. Im Springreiten, Westernreiten und Fahrsport findet man Trakehner eher selten.

Trakehner stammen ursprünglich aus Trakehnen (Ostpreußen). Die Anfänge der Zucht gehen zurück bis ins 13. Jahrhundert, in die Zeit des Deutschritterordens. Die Deutschordensritter züchteten damals auf Grundlage des Schweikenponys Militärpferde. 1732 gründete der König in Preußen Friedrich Wilhelm das königliche Trakehner Stutamt.
Bei seiner letzten Inspektionsreise durch Ostpreußen im August 1739 schenkte König Friedrich Wilhelm das Gestüt seinem Sohn, dem Kronprinzen Friedrich. Friedrich, der im Jahr darauf König Friedrich II. wurde, schrieb damals an seine Frau Elisabeth Christine: „Der König war sehr freigiebig und schenkte mir das Gestüt Trakehnen, das sehr prächtigen Gewinn abwirft. Das ist ein sehr schönes Geschenk und erweist mir die größte Gunst der Welt.“
Die siebenendige Elchschaufel wird seit 1787 als Brandzeichen verwendet.
Das Gestüt wurde zur wichtigsten Quelle für Preußens Hengste und erwarb schnell den Ruf, elegante und ausdauernde Kutschpferde zu züchten. Ende des 18. Jahrhunderts bereits hatte sich der Schwerpunkt wieder auf die Zucht von Militärpferden verschoben. Basis dieses Erfolgs waren die Einführung von Leistungstests und die genaue Dokumentation des Stammbaums durch den damaligen Kgl. preußischen Oberlandstallmeister und Gestütsleiter von Trakehnen, Burchard von Oettingen. Zur Blütezeit des Gestüts umfasste sein Gelände fast 140 Quadratkilometer Weideland.

Im 19. Jahrhundert wurden zur Veredelung der Rasse Araber und englische Vollblüter eingesetzt. Das führte dazu, dass Anfang des 20. Jahrhunderts der Trakehner einen etwa 50prozentigen Vollblutanteil hatte. Seit 1945 wird die Trakehnerzucht in allen deutschen Bundesländern sowie weltweit betrieben.
Die Zucht in Ostpreußen brach mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vollständig zusammen, lediglich ein kleiner Bestandteil der ostpreußischen Pferde konnte nach einer langen Flucht in den Westen gelangen, die wohl härteste Leistungsprüfung in der Geschichte der modernen Pferdezucht. Die Zucht wurde hier fortgesetzt, konnte aber mangels Masse erst spät ihre ursprüngliche Qualität wieder erreichen. Der Trakehner ist aber nach dem Krieg zur Veredlung wohl aller deutschen Warmblutzuchten herangezogen worden und hat somit bis heute wesentlichen Anteil an der Entstehung des im internationalen Turniersport dominierenden modernen Typs des Deutschen Reitpferdes. Heute ist der Trakehner vom Typus eines besonders modernen und eleganten Sportpferdes mit Chic, Charme und Leistungsbereitschaft. Durch seinen traditionell hohen Vollblutanteil gilt er als charakterstark und ausdauernd.

Mit einigen bei der Flucht zurückgelassenen Pferden wurde auch in Russland am Don, bei Kaluga und in der Oblast Kaliningrad eine neue Trakehnerzucht begonnen. Aber auch weltweit haben die Trakehner neue Zuchtgebiete gefunden, besonders in Skandinavien, den Benelux-Staaten und Nordamerika.
Trakehner gibt es in allen Hauptfarben, häufig sind Füchse und Dunkelbraune. Besonders selten sind heute spezielle Farbschläge des Trakehners wie Schecken oder die noch selteneren stichelhaarigen Trakehner.

Quelle: Wikipedia

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