19.8.: LBST Bad Segeberg

Ein großartiges Wochenende ist zu Ende…

Kaum etwas gibt die Philosophie, die hinter unseren Prüfungen steht, besser wieder als dieser E-Mail-Kontakt:
Einige Wochen vor dem Turnier:
„Ich finde Ihre Ausschreibung für ‚Das junge Pferd‘ sehr interessant. Jüngst bin ich einen Dressurreiterwettbewerb geritten und habe mich schrecklich geärgert, weil es nicht mehr um ein Herandehnen an das Gebiss und ein lockeres Pferd geht, sondern um „durch´s Genick“ weit hinter der Senkrechten und zusammengezogene Pferde. Das ist sicher nicht überall so, aber ich werde mich erstmal von den größeren Turnieren distanzieren, da dies nicht meine Reitweise ist. Nun habe ich mal eine Frage zu Ihrer Prüfung, was genau muss mein Pferd können und denke ich mir die Aufgabe selbst aus, so wie eine Kür? Benötige ich hierfür Musik?“
„Genau das, was Sie da beschreiben, ist Grund für uns, immer wieder ‚etwas andere‘ Prüfungen auszuschreiben – und diese auch generell im offenen Kommentar zu bewerten, damit Zuschauer und Reiter sofort nachvollziehen können, wie eine Wertung zustande kommt. Das hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt und so würden wir uns freuen, auch Sie zu den Teilnehmern zählen zu dürfen.
Es geht ja eben darum, dass Ihr Pferd nichts können muss, es soll so vorgestellt werden, dass es Vertrauen zu fremder Umgebung bekommt und mit Prüfungsatmosphäre vertraut wird. Es steht Ihnen frei, am Boden oder unter dem Sattel etwas zu zeigen, Musik wird in dieser Prüfung nicht benötigt.
Ob Sie sich etwas vornehmen (kürartig) oder einfach auf sich zukommen lassen, was Ihr Pferd Ihnen anbietet, bleibt Ihnen überlassen. So können Sie sich ganz nach Ihrem Pferd richten.“
„Das ist ja suuuuuuuuuuuuuuuuuper! Das hört sich ganz, ganz toll an! Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Es sollte viel mehr Menschen wie Sie im Reitsport geben. Ich werde der Turnierreiterei im ‚klassischen Sinne‘ erst einmal den Rücken kehren, da ich nicht bereit bin, mein Pferd kaputt zu reiten. Vielleicht wird ja irgendwann wieder so gerichtet, wie es überall geschrieben steht, ich bin gespannt.“

„Ich habe nun für „Das junge Pferd“ genannt – und bin in sehr großer Vorfreude. Gibt es da auch eine Platzierung oder ein Bewertungssystem, oder läuft das anders ab? Gibt es eine Startfolge, so dass ich ca. weiß, wann ich dran bin?“
„Die Startfolge macht die Meldestelle, das können Sie erfragen beim Erklären der Startbereitschaft. Jede Vorstellung wird direkt im Anschluss offen kommentiert, so lange also bitte noch im Viereck bleiben. Es gibt Noten und eine Platzierung, bei der
alle Pferde in die Bahn kommen.“
Nach dem Turnier:
„Ich bin immer noch so euphorisch und überglücklich! Endlich hat man mich und mein Pferd mal so gesehen, wie ich es auch meine! Ich bin super begeistert und würde so gern noch einmal bei einem Ihrer Turniere teilnehmen, denn das ist es, was wir wollen! Vielen, vielen herzlichen Dank, Sie haben das so super klasse gemacht und ich kann einfach nur ein RIESENGROßES LOB aussprechen!!!!!“

Weitere Stimmen zu unseren Prüfungen:

„Vielen Dank für die Organisation dieses tollen Wettbewerbes (Offene Kür der Reitweisen)! Erst war ich ja doch skeptisch, denn eine Kür sind zumindest Søren und ich noch nie geritten! Aber nun kann ich sagen, es wird mit Sicherheit nicht der letzte Start dieser Art für uns gewesen sein. Es hat uns allen viel Spaß gemacht!!“

„Vielen Dank für die Zeit, die Du uns im Viereck gegeben hast. Ist doch alles immer noch aufregend!“

„Hallo Corinna, ich hoffe, Du hast Dich vom gestrigen Tag einigermaßen erholt. Hut ab vor Deiner Leistung, auch den letzten Starter der letzten Prüfung noch so motivierend und mit konstruktiver Kritik zu bewerten – Wahnsinn. An den hammermäßigen Starterzahlen sieht man, Ihr macht das schon richtig so!
Ich habe mich tierisch über mein „kleines“ Pferd gefreut ,der beim Abreiten, im Viereck und auch im Umgang sooo super war“

„Hiermit möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für das tolle Turnier bedanken. Die Prüfungen waren allesamt richtig toll!! Und die offenen Kommentare im Anschluss daran waren sehr eindrucksvoll, da stets zutreffend und auf den Punkt gebracht – super!! Nach meinem Empfinden ist es ganz großartig gelungen, die verschiedenen Aspekte, die zu einer Prüfung gehören, zu beurteilen, die gelungenen Aspekte präzise zu benennen und auch die noch vorhandenen Defizite konkret anzusprechen – und dabei ganz viele und unterschiedliche Einzelpunkte zu berücksichtigen. Die Kommentare waren quasi ein „Rundumpaktet“ der gezeigten Darbietung – von allen Seiten beleuchtet 🙂
Sehr gefreut habe ich mich auch über die Kritik an zu eng gerittenen Pferden – denn genau das auch explizit genannte „Bestreben des Reiters, die Stirnlinie vor der Senkrechten zu halten“ macht für mich auch das Team Légèreté aus – geht dieser Punkt m.E. nach direkt Hand in Hand mit dem ebenfalls im Protokoll stehenden „Eifer des Pferdes, Freude an der Mitarbeit“ 🙂
DANKE für dieses Turnier – und was für ein Glück, dass es das Team-Légèreté gibt!“
„Ein riesen DANKE nochmal für das Turnier, es hat echt Spaß gemacht!!“ 🙂
„Es war ein wirklich sehr tolles Tunier, ich habe mich sehr gefreut über die offene Bewertung und das Protokoll. Ich werde im nächsten Jahr sicher auch dabei sein. Ganz großes Lob an euch und herzlichen Dank!“
„Liebes Team Légèreté, auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich bei Euch für das wunderschöne Turnier in der Prüfung fürs „alte Pferd“ beim Breitensportturnier bedanken! Für mich war es das allererste Turnier mit meiner Stute, die jetzt seit 4 Jahren bei mir ist und wir hatten sehr viel Spaß bei dieser Prüfung! Seit einem Jahr reite ich meine Stute nach der alten klassischen Reitweise und  wir mussten uns in vielen Dingen neu orientieren. Das vorherige Reiten machte meiner Stute keinen Spaß mehr und auch ich war unzufrieden mit der herkömmlichen Reitweise! Denn dieses vorn und hinten zusammenknallen wie es fast überall gelehrt wird brachte uns nicht weiter! Seit wir unsere Reitweise geändert haben ist meine Stute wieder mit Spaß und Freude dabei und auch ich habe wieder richtig Spaß am Reiten gefunden. Als ich Eure Auschreibung beim Breitensportturnier gefunden habe, dachte ich mir, warum nicht? Versuch doch mal und schau was passiert! Wir haben ja nichts zu verlieren. Als dann der offene Kommentar kam und schlußendlich die Siegerehrung für uns beide auch noch den dritten Platz brachte kamen mir wirklich die Tränen vor Freude. Das war das größte Geschenk das wir bekommen konnten!!! Ich war sooooo stolz auf meine „Püppi“! Ich hätte niemals damit gerechnet dass wir so abschneiden und es hat so viel Spaß und Freude gebracht, mal etwas anderes zu erleben als das, was man auf üblichen Turnieren erlebt und sieht!!!!
Vielen Dank das es Euch und Euer Team gibt!!!“

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Dies waren die fünf Prüfungen des Team Légèreté:

WB 30: Leichte Kür
Pferde/Ponys: 5jährig und älter
Anforderungen: alle drei Grundgangarten müssen auf beiden Händen gezeigt werden (Trab oder Tölt), Schritt mind. 20m zusammenhängend. Schulterherein im Schritt und/oder Trab auf beiden Händen, Zügel aus der Hand kauen lassen im Trab und/oder Galopp auf beiden Händen (mind. 20m), Grußaufstellungen im Halten, kein Rückwärtsrichten, ansonsten Gestaltung frei. Zirzensische Lektionen erlaubt.
Bewertung: Bewertet werden Choreografie, Ideenreichtum, Harmonie zwischen Reiter und Pferd, Ausführung und Korrektheit der gezeigten Figuren und Lektionen, Durchlässigkeit, Maultätigkeit, Freude des Pferdes an der Mitarbeit, Sitz und Einwirkung des Reiters, Leichtigkeit der Darbietung, Zusammenpassen von der Vorstellung mit dem Herausgebracht sein von Pferd und Reiter und der Musik.
Ausrüstung des Pferdes: gebisslos oder gebrochenes Gebiss ohne Hebelwirkung mit englischem oder spanischem ReithalfterKein Sperrriemen, keine Hilfszügel. Bandagen erlaubt.
Dauer: bis 3 Minuten

Ergebnisse:
1. Denise Oberjat – Cyrano Deluxe (8j. Friese/Tinker) – 8,5 / 8,0 = 16,5
2. Tatjana Oloffs – Graciento (15j. Andalusier) – 7,8 / 8,5 = 16,3
3. Stefanie Zarling – Blika (17j. Islandpferd) – 8,2 / 7,8 = 16,0
4. Johanna Hornemann – Blacky (14j. Dt. Reitpferd) – 7,7 / 8,1 = 15,8
5. Nadja Warns – Vidar (15j. Islandpferd) – 7,7 / 8,0 = 15,7
6. Dorthe Leevsen – Koekoeksblom (9j. Friese) – 7,2 / 7,8 = 15,0
7. Birgit Krickhan – Corianders Otto (12j. Holsteiner) – 6,9 / 7,7 =14,6
Karen Schröder – Diego (9j. Araber) – 6,8 / 7,4 = 14,2)
Laura Blaas – Lady (16j. Haflinger) – 7,6 / 6,5 = 14,1)
Manuela Plath – Havanna (12j. Haflinger) – 7,0 / 6,8 = 13,8)
und 11 weitere Starter

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Denise Oberjat & Cyrano Deluxe, Tatjana Oloffs & Graciento, Stefanie Zarling & Blika

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WB 31: Schwere Kür
Pferde/Ponys: 8jährig und älter
Anforderungen: alle drei Grundgangarten müssen mit Versammlung und Verstärkung gezeigt werden, Schritt mind. 20m zusammenhängend. Schulterherein und/oder Travers im Trab, Traversale im Trab und/oder Galopp, Außengalopp oder fliegender Galoppwechsel, beide Grußaufstellungen im Halten, kein Rückwärtsrichten, ansonsten Gestaltung frei. Höhere und Zirzensische Lektionen erwünscht
Bewertung: Bewertet werden Choreografie, Ideenreichtum, Schwierigkeitsgrad, Harmonie zwischen Reiter und Pferd, Ausführung und Korrektheit der gezeigten Lektionen, Durchlässigkeit, Freude des Pferdes an der Mitarbeit, Maultätigkeit, Sitz und Einwirkung des Reiters, Leichtigkeit der Darbietung, Zusammenpassen der Vorstellung mit dem Herausgebrachtsein von Pferd und Reiter und der Musik.
Ausrüstung des Pferdes: gebisslos oder gebrochenes Gebiss ohne Hebelwirkung ohne oder mit englischem oder spanischem Reithalfter (kein Sperrriemen); Kandare mit Unterlegtrense mit englischem oder spanischem Reithalfter; blanke Kandare nur bei einhändiger Führung. Sattel beliebig (auch Damensattel), Bandagen erlaubt.
Dauer: bis 4 Minuten

Ergebnisse:
1. Ulrike Stolzenberg – Sara vom Thorhof (14j. Islandpferd) – 9,0 / 9,0 = 18,0
2. Debora Panebianco – Maroun (12j. Araber) – 7,0 / 8,9 = 15,9
3. Kerstin Fuhrmann – Skovvejens Hugo (9j. Fjordpferd) – 7,2 / 8,3 = 15,5
4. Sea Sommer – Que Bonita (11j. Dt. Reitpferd) – 7,2 / 8,1 = 15,3
und 2 weitere Starter

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Ulrike Stolzenberg & Sara vom Thorhof, Debora Panebianco & Maroun, Kerstin Fuhrmann & Skovvejens Hugo

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WB 32: Offene Kür der Reitweisen
Pferde/Ponys: 4jährig und älter
Anforderungen: Erwünscht ist die Vorstellung anderer Reitweisen/Disziplinen wie z.B. Western, Doma Vaquera, Halsring, Arbeit an der Hand, Am Langen Zügel, Zirzensische Lektionen, Doppellonge etc., Gestaltung frei; Lektionen, Musik und Ausrüstung der vorgestellten Arbeitsweise entsprechend
Bewertung: Bewertet werden Ideenreichtum, Schwierigkeitsgrad, Harmonie zwischen Reiter/Führer und Pferd, Ausführung und Korrektheit der gezeigten Lektionen, Einwirkung des Reiters/Führers, Freude des Pferdes an der Mitarbeit, Zusammenpassen von der Vorstellung und der Musik
Ausrüstung des Pferdes: frei wählbar, der vorgestellten Reitweise entsprechend. Bei gerittener Vorstellung keine Hilfszügel. Blanke Kandare nur mit einhändiger Führung. Bitte auf die Sicherheit von Pferd und Reiter achten!
Dauer: bis 3,5 Minuten

Ergebnisse:
1. Lea Hoffmann – Sueño (10j. Andalusier) – freies Spiel – 8,9 / 7,4 = 16,3
2. Ulrike Ohlsen – Koekoeksblom (9j. Friese) – Zirzensische Lektionen – 9,2 / 7,0 = 16,2
3. Debora Panebianco – Maroun (12j. Araber) – Zirzensische Lektionen – 8,7 / 7,4 = 16,1
4. Sina Schröder – Hakim (18j. Traber)
und Katharina Neumann – Sørenblakken (8j. Fjordpferd) – Western-Pas-de-deux – 8,0 / 7,8 = 15,8
5. Stefanie Zarling – Blika (17j. Islandpferd) – Tölt-Kür – 7,9 / 7,7 = 15,6
und 3 weitere Starter (2x Pas de deux, also 10 Teilnehmer)

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Lea Hoffmann & Sueño, Ulrike Ohlsen & Koekeoksblom, Debora Panebianco & Maroun

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WB 33: Das junge Pferd
Pferde/Ponys: bis 5jährig
Anforderungen: Schritt und Trab sollten auf beiden Händen gezeigt werden, Galopp ist erlaubt, beide Grußaufstellungen im Halten, ansonsten Gestaltung frei. Das Pferd darf spielerisch mit Prüfungsbedingungen vertraut gemacht werden, der Reiter darf das Pferd nach Belieben vorstellen, z.B. an der Hand, an der Longe oder unter dem Reiter. 3jährige und jüngere Pferde nur an der Hand, nicht geritten!
Bewertung: Bewertet werden Harmonie zwischen Reiter/Führer und Pferd, Vertrauen, Ansatz der Korrektheit der gezeigten Lektionen, Einwirkung des Reiters/Führers, Freude des Pferdes an der Mitarbeit
Dauer: bis 3 Minuten

Ergebnisse:
1. Franka Anders – Sherluck (4j. Hackney-Pony) – 8,5
2. Heinke Krawetzke – Cassalino (4j. Holsteiner) – 8,3
3. Katharina Ley – Perelin (3j. Dt. Reitpony) – 8,1
4. Rebecca Osterkamp – Chenoo (5j. Holsteiner) – 8,0
5. Ann-Christin Semmler – Cornell (3j. Hannoveraner) – 7,6
Janice Robin Baasch – Prima Bella (4j. Dt. Reitpony) – 7,5)
Vanity Laubinger – Elvis (4j. Shetlandpony) – 7,4)
und 4 weitere Starter

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Franka Anders & Sherluck, Heinke Krawetzke & Cassalino, Katharina Ley & Perelin

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WB 34: Das alte Pferd
Pferde/Ponys: 18jährig und älter
Anforderungen: Schritt und Trab müssen auf beiden Händen gezeigt werden, Galopp ist erlaubt, beide Grußaufstellungen im Halten, ansonsten Gestaltung frei. Das Pferd darf nach Belieben vorgestellt werden (am Boden oder unter dem Reiter). Bewertung: Bewertet werden Harmonie zwischen Reiter/Führer und Pferd, Vertrauen, Ansatz der Korrektheit der gezeigten Lektionen, Einwirkung des Reiters/Führers, Freude des Pferdes an der Mitarbeit, Ausstrahlung und Zustand des Pferdes dem Alter entsprechend
Dauer: bis 3 Minuten

Ergebnisse:
1. Jessica Thomsen – Belinda (18j. Anglo-Araber) – 9,3
2. Antonia Grabke – Moritz (19j. Shetlandpony) – 9,0
3. Britta Roby – Gloria (22j. Oldenburger) – 8,2
4. Carina Grothkopf – Mikado (23j. Dt. Reitpony) – 7,9
5. Meike Berger – Krim (22j. Anglo-Araber-Mix) – 7,6
und 3 weitere Starter

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Jessica Thomsen & Belinda, Antonia Grabke & Moritz, Britta Roby & Gloria

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IMPRESSIONEN:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!