Araber

… im Team Légèreté

Der Prophet Mohammed (570 – 632 n. Chr.) setzte sich seit 625 n. Chr. mit Nachdruck zur Hebung der Pferdezucht bei den nomadisierenden Stämmen ein. Durch seine im Koran festgelegten Äußerungen ordnete Mohammed u. a. auch das Pferd fest in die religiöse und soziale Vorstellungswelt der Beduinen ein. Eine Fülle von Maximen über das Pferd stammt aus dieser Zeit und kehrt in der arabischen und später auch in der europäischen Literatur ständig wieder.
Ab Anfang des 19. Jh. wurden zur Entwicklung der europäischen Araberzucht umfangreiche Einfuhren von Araberpferden durchgeführt.

(Quelle: Flade, Das Araberpferd, 1990)

Es gibt eine Vielzahl von Zuchtrichtungen und Rassebezeichnungen.
Da gibt es “russische”, “polnische”, “ägyptische”, “asile” Vollblutaraber, Anglo-Araber, Shagya-Araber, arabisches Halbblut, Partbred-Araber und noch viele mehr.

„Araber“ ist nicht etwa ein Sammelbegriff für arabische Pferde aller Zuchtrichtungen, auch wenn er von Außenstehenden oft so verwendet wird.
Als Rasse- oder besser Gruppenbezeichnung dient er vielmehr als eine Art Auffangbecken für alle Arabischen Pferde, die sich nicht den großen Gruppen „Vollblutaraber“ (die rein gezogene Form des Arabischen Pferdes), „Shagya-Araber“, „Anglo-Araber“ oder „Partbred-Araber“ (enthalten einen Anteil an Fremdblut) zuordnen lassen. Außerdem gibt es noch die Partbred-Araber mit ZSAA-Papieren.

Der Araber ist berühmt für seine Schönheit, Intelligenz, Ausdauer und rasche Regenerationsfähigkeit. Insgesamt ist er eine edle Erscheinung, der Inbegriff des „schönen Pferdes“. Besonderes „Markenzeichen“ ist sein kleiner edler Kopf mit breiter Stirn großen, ausdrucksvollen Augen und großen, sich trichterförmig öffnenden Nüstern. Häufig verläuft das Nasenbein konkav (Hechtkopf).

Weiterhin charakteristisch sind ein an relativ gerader Kruppe hoch angesetzter und hoch wie eine Fahne getragener seidiger Schweif und ein – von der Seite gesehen – eher quadratisches Format, im Gegensatz zu den modernen, eher rechteckigen warmblütigen Reitpferderassen. Das Stockmaß liegt heutzutage meist zwischen 145 und 160 cm. Die Extremitäten sind trocken und von unverwüstlicher Qualität. Der Galopp ist leicht, schnell und ausdauernd, der Trab schwebend, was ihnen den Beinamen „Trinker der Lüfte“ eintrug.

In den 80er und vor allem den 90er Jahren boomte in Amerika und Europa das internationale Schauwesen. Das führte unter anderen auch dazu, dass viele Pferdefreunde arabische Pferde als exotische „Showpüppchen“  und „nicht reitbar“ wahrnahmen, da leider die Selektion nur auf „Typ“ zu immer extremeren Pferden und Showaufstellungen führten. Manchem drängte sich der Eindruck auf, nur ein panisches Pferd könne dort beeindrucken, je hektischer, desto showy… Glücklicherweise scheint sich dieser Trend nicht fortzusetzen.

So gibt sie noch und immer mehr –die reitbaren, ehrlichen, leitungsbereiten Araber: edel, robust, sensibel, genügsam, menschenbezogen und lebhaft. Ihr ausgeprägter Charakter, gepaart mit Sensibilität und Temperament lässt sie nicht für jeden Reiter gleich geeignet sein. Grobheiten verzeihen sie nur schlecht. Ihm wird das größte Maß an Intelligenz von allen Pferderassen zugeschrieben, dementsprechend sind seine Empfindsamkeit und Anhänglichkeit. Man schreibt diesen anhänglichen Charakter der Art und Weise zu, mit der er einst von den Wüsten-Beduinen gehalten wurde: als voll integriertes Mitglied der Familie lebten sie zusammen im Zelt, teilten Freud und Leid, Hunger und Durst.

Seine Stärke sind Härte und Ausdauer. Ihre eigentliche sportliche Domäne ist daher heutzutage zumeist  der Distanzsport, in welchem  arabische Pferde dominieren.  Auch Araberrennen werden in vielen Ländern abgehalten.

(Quelle: Wikipedia)

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