13./14.7.: Mitgliederreise

Sechs unserer Mitglieder trafen am Morgen des 13. Juli zusammen, um zur 3. Mitgliederreise des Team Légèreté e.V. aufzubrechen. Das heißt, sie trafen leider erst so im Laufe des Vormittags zusammen, da es an der Mietwagenstation aufgrund einer sehr benutzerunfreundlichen Homepage zu stundenlanger Verzögerung kam. Immerhin waren wir da schon zu fünft, nur die arme Ines musste alleine wartend in Hamburg ausharren.

Nach „zähen Verhandlungen“ waren wir endlich unterwegs, das Gepäck war in dem wirklich nicht erwähnenswerten Kofferraum gebunkert (was nicht passt wird passend gemacht), Corinna fuhr dann, nachdem auch Ines endlich an Bord war, aus alter Gewohnheit in Richtung Heimat auf die Autobahn, wo sehr zähfließender Verkehr wartete. An der nächsten Ausfahrt wieder runter, rauf auf die andere Seite, und da ging dann mit gut 3 Stunden (!) Verspätung die Reise endlich los.

Der guten Laune tat all‘ das jetzt keinen Abbruch mehr, es wurde erzählt und gelacht und so auch der Stau auf Höhe Bremen fast nicht wahrgenommen.

Viel später als gehofft trafen wir in Dülmen ein und checkten erst einmal im Hotel „Zum Wildpferd“ ein  🙂

Tja, gute Frage – noch zu den Wildpferden? Lohnt das noch? Oder gleich nach Reken und dort in den Freizeitpark neben dem FS-Zentrum, bevor die Show anfängt? Beides schloss zeitgleich um 18.00 Uhr, so dass wir bis zur Show in Reken ohnehin 2 Stunden überbrücken mussten, also zog es uns zu den wilden Dülmenern in den Merfelder Bruch.

War das schön!
Was für eine Ruhe über dieser ca. 300köpfigen Stuten- und Fohlenherde. Die Nachmittagssonne schien auf die entspannten Pferde herunter und ließ auch von uns eine Menge Stress abfallen. Es war eine wunderbare Stunde beobachten.

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Die erstaunliche Farbenvielfalt der Dülmener, die verschiedenen Typen, längst nicht so einheitlich wie z. B. die holländische Konik-Herde. Wir fanden Pferde mit Abzeichen und Falben in allen Varianten.

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Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Pferden wurden so blitzartig geklärt, dass es nicht möglich war, Streits zu fotografieren – sie waren viel zu schnell vorbei. Hier gab es keinerlei Energieverschwendung, aber auch keine Lethargie. Immer wachsame, dabei wunderbar in sich ruhende Pferde gaben genau das an uns Betrachter weiter.

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Der kleine Spaziergang zurück zum Parkplatz führte uns durch ein wunderschönes Gelände, Eile hatte hier keinen Platz. Das tat richtig gut.

Wir fuhren nach Reken und gingen in dem Restaurant direkt vor dem FS-Zentrum essen. Dann schlenderten wir ein wenig über das tolle Rekener Gelände, auf dem alles im Zeichen des „Reken Open Air“ stand, das an diesem Wochenende hier stattfand. Am Samstag fand mit den Akteuren des Seminars eine Gala-Show statt, die unsere Erwartungen doch übertraf. Man denkt ja, man hat langsam mal alles gesehen, was mit Pferden so geht – oh nein, keineswegs. Wunderbare Ideen, tolle Schaubilder – wenn auch manche sehr lang, was dazu führte, dass die letzten Bilder im Dunkeln stattfanden und das Flutlicht für manche Pferde recht unheimlich war. Überhaupt zogen viele der Pferde – auch erfahrene Showpferde – sichtbar zum Ausgang, was einige Reiter in Bedrängnis brachte. Die Atmosphäre auf diesem Platz war für die Pferde also offenbar nicht so einfach.
Wir sahen:

Andrea Schmitz mit ihrem P.R.E. Alegere als „Pegasus“ …
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… und im Pas de deux, das von einer 12jährigen Stepptänzerin begleitet wurde …
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… Stefan Vierhaus mit einem großartigen Garrocha-Pas de deux (bei dem das Outfit spanischer hätte sein dürfen) …
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… in einer Tölt-Formation mit drei Gangpferden …
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… und in einem tollen Abschlussbild mit einer Menge Feuer …
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… Peter Pfister mit seinen beiden, der ältere ging frei als „Handpferd“, eine ganz großartige Nummer …
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… das Fjordshowteam war bei seinen vier vielseitigen Pferden der Meinung, ein gutes Pferd habe keine Farbe, aber einen Aalstrich …
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… zwei Reiterinnen der Showgruppe Mélange Barock zeigten ein Schimmel-Pas de deux …
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… sowie ein Einhorn-Bild mit einer Läuferin auf Stelzen …
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… Katrin Hoffmann stellte ihren Mini-Shetty Herr Frodo am Langen Zügel vor …
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… ein Mitglied des Berberteams zeigte eine großartige Pferd-&-Hund-Nummer …
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… Peter Deicke, mit seinem Rocky zusammen 100 Jahre alt (!!) brachte die Zuschauer so richtig zum Lachen …
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… es gab noch den wunderschönen jungen P.R.E. von Herrn Schade in seiner ersten Freiheitsdressur zu bewundern, bei dem das nicht mehr vorhandene Licht leider kein auch nur annähernd brauchbares Foto mehr zuließ – und vermutlich habe ich jetzt sogar noch irgendwen vergessen.

Es wurde nicht nur dunkel, es wurde auch sehr frisch, und es zog uns dann am späten Ende der Show doch in’s Hotel und nicht mehr zum gemütlichen Beisammesein.

Wir schliefen gut, bekamen ein prima Frühstück und standen um kurz nach 10.00 wieder am Kassenhäuschen der Wildpferdebahn. Alle waren dafür, hier noch einmal Zeit zu verbringen und später zum Pferdemuseum aufzubrechen. Der extrem herzliche Kassierer beantwortete bereitwillig alle unsere Fragen zu den Dülmenern und wollte uns gar nicht so Recht weiterlassen. Der hatte seinen Spaß mit uns – und wir mit ihm.

Schließlich standen wir aber doch wieder bei der Herde und ließen deren herrliche Ausstrahlung auf uns wirken. Gute zwei Stunden verbrachten wir noch einmal hier, leider war das Licht längst nicht so fotografiergünstig wie am Vortag, dafür war die Show, die uns einige Pferde lieferten, witziger.

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Wir fuhren super entspannt schließlich gen Mittag nach Verden und kamen dort im Sonnenschein an. Nach einem Rundgang durch das Pferdemuseum und dem Besuch der derzeitigen Sonderausstellung …

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… suchten wir uns ein Cafe, aßen leckeren Apfelstrudel mit Eis und Sahne und tranken Sachen, die man nicht aussprechen kann   🙂

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Danach fuhren wir in guter Stimmung nach Hause, blödelten rum, verstanden uns die ganze Zeit prächtig und waren einstimmig der Meinung, dass dies ein ganz tolles Wochenende war. Klares Fazit: Die Dülmener (Wildpferde) sind eine Reise wert – und das Mitkommen bei der Mitgliederreise sowieso!

Vielleicht … ??? geht es ja irgendwann einmal nach …

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