24. August – Tierfaszination Ruschwedel

Zum dritten Mal findet in Harsefeld-Ruschwedel die von Familie Poppe organisierte „Tier-Faszination“ statt. Wir waren, wie auch in den Vorjahren, mit diversen Schaubildern vertreten.

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10.00 . Eröffnungs-Schaubild „Bunte Pferde-Vielfalt“
10.40 . „Arbeit an der Hand“
11.20 . „Pferd & Hund“ (Solo Stefanie Krieger)
11.50 . „Nimm zwei!“ (Reiten mit Handpferd)
14.00 . „Iberische Impressionen“
14.20 . „Pure Freiheit“ (Solo Ines Diepenbruck)
15.00 . „Herrinnen der Ringe“ (Reiten / Bodenarbeit mit Halsring)
15.50 . „S-Kür“ (Solo Corinna Scholz)
16.00 . „Takt & Fußfolge in vier Gangarten“
16.40 . Abschluss-Schaubild

Verschiedene Stimmen zu diesem Event und unseren Auftritten:

Karen Steinhorst – zum ersten Mal mit dem Team in fremder Umgebung als Show-Teilnehmerin dabei – hat den Tag so erlebt:

„Am 24.8. ging es für Legro und mich mit Ines und Tayeb nach Ruschwedel. Wir fuhren kurz nach 7.00 Uhr, früher als geplant, vom Hof und kamen um 9.00 Uhr an. Nachdem wir die Pferde ausgeladen hatten, brachten wir die beiden in ihre Boxen. Sie standen nebeneinander und plünderten als erstes ihr Stroh und Heu, welches schon in den Boxen lag. Legro hatte als Boxennachbarn ein paar Alpakas, die er am Anfang nicht so toll fand, was sich aber mit der Zeit legte. Nachdem unsere Pferde versorgt waren, packten wir unsere Sachen aus dem Auto in eine Box, die wir für unsere Ausrüstung bekommen haben.
Um 10.00 Uhr fing dann schon das erste Schaubild an und wir standen unter Zeitdruck. Da Legro eine Stehmähne hat, musste ich nicht einflechten, nur bandagieren, satteln und trensen und mich natürlich umziehen. Wir ritten dann alle zusammen in die Bahn und stellten uns für die Eröffnung auf. Es folgte eine kurze Ansprache und man ließ Tauben in die Luft fliegen. Neben uns stand plötzlich ein riesengroßer Bulle, aber Legro nahm das sehr gelassen. Er stand die ganze Zeit brav in der Reihe, ohne sich zu bewegen.
Kurz nach diesem Schaubild wurde die „Arbeit an der Hand“ vorgestellt. Schnell musste ich die Bandagen und den Sattel von Legro runter bekommen, da wir nur wenige Minuten Zeit hatten. Meine Kleidung musste ich nicht wechseln, da es die gleiche war wie im ersten Schaubild. 
Die „Arbeit an der Hand“ war sehr schön, leider macht Legro recht kleine Schritte und wir mussten uns schon sehr anstrengen, hinterher zu kommen. Das klappte aber ganz gut, da es Ines gelang, das Ganze auszugleichen. Nach den Seitengängen zeigten wir noch Zirzensik. Mein persönliches Highlight war, dass Legro mit einem völlig fremden Pferd, Joya, auf dem Podest stand.

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Nach diesem Schaubild hatten Legro und Tayeb ein bisschen Pause. 
Danach kam das Schaubild „Nimm zwei!“ (Reiten mit Handpferd), in dem Ines mit Tayeb und Legro dabei war. Wir hatten das Ganze gerade mal zwei Mal bei uns auf dem Hof geübt und Ines und ich waren gespannt, wie es wird. Am Anfang war alles gut, Legro war ein wenig faul, aber plötzlich raste er von hinten zum Ausgang. Das Ganze wiederholte er zweimal in der gleichen Ecke. Ein Glück waren nur noch zwei andere Paare in der Bahn, somit gab es kein allzu großes Chaos. 

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Nach diesem Schaubild war Mittagspause und wir hatten Zeit, um etwas zu essen und uns zu unterhalten, das fand ich sehr schön, da ich noch recht neu im Team bin und viele nicht kannte. In der Pause guckten auch viele Zuschauer mit ihren Kindern die Pferde an. Oft wurde ich gefragt, wie man einem Norweger die Mähne schneidet und durfte noch ein paar schöne Fragen zu der Rasse beantworten. Leider regnete es immer mal wieder. Somit waren wir immer damit beschäftigt, unsere Pferde und Sachen ein- und auszudecken.
Nach der Pause ging es weiter mit sehr schönen Schaubildern. Um 15.00 Uhr waren Legro und ich wieder dran, „Herrinnen der Ringe“ stand auf dem Programm. Ich hatte mich im Vorfeld für die Bodenarbeit mit Halsring entschieden, da wir erst ein paar Mal mit Halsring geritten sind, und da Legro manchmal nicht so lieb ist wie er aussieht, war mir das zu gefährlich. Vor dem Platz drehte Legro am Halfter Kreise um mich, dabei schossen mir ängstliche Gedanken in den Kopf: „Hoffentlich bleibt er gleich bei mir und reißt sich nicht los oder rennt zu Tayeb…“ Ich hatte schon ein bisschen Angst. Als ich aber dann das Halfter abnahm und mit ihm in die Bahn ging, war er zu 100 Prozent bei mir, er zeigte sich von seiner besten Seite. Wir zeigten das Pilé und das Kompliment, das uns am besten gelang, so gut hatte er das zuvor noch nie gemacht, auch auf das Podest ging es. Ich hatte das Gefühl, dass Legro richtig aufblühte und total aufgedreht war. Das war ein richtig schönes Gefühl!

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Leider fiel unser geplantes Schlussbild, die „Variationen zu Pferde“ aus Zeitgründen aus und wir gingen alle zusammen zur Abschlussparade in die Bahn. Jeder zeigte ein paar Lektionen, dabei entschied ich mich für ein paar Kunststücke. Dabei hatte Legro scheinbar unglaublich viel Spaß.
Am Ende kamen alle anderen Teilnehmer in die Bahn, auch eine große Kutsche und zwei Bullen. Legro und ich hatten die Ehre, neben einem von den beiden Bullen zu stehen. Ich war etwas skeptisch, Legro im ersten Moment nicht, bis der Bulle ihn anschniefte. Das fand Legro dann nicht mehr lustig und drehte seine Runden um mich. Wir durften uns dann neben einen etwas kleineren Bullen stellen, das war dann auch für Legro in Ordnung. Der Besitzer von dem Bullen neben uns bestach Legro mit leckeren Apfelstückchen und somit blieb Legro ganz brav an seinem Platz stehen. Am Ende nahm Legro nochmal all seinen Mut zusammen und ging mit seiner Nase an die des Bullen und merkte, dass alles gut war.
So schnell war der Tag auch schon umgegangen, leider viel zu schnell. Ines war mir an dem Tag eine große Hilfe, da sie mir immer wieder Tipps gab, vielen lieben Dank, Ines! :-)“

Von unserem Youngster zu einem unserer „Oldies“ 🙂
So war der Tag für Sandra Hoppenrath:

„Vor einiger Zeit hieß es wieder: Tierfaszination Ruschwedel! Herr Poppe hat gerufen, wer möchte mit?
Nach dem letzten Jahr stand für mich gleich fest: ich bin wieder dabei. Dieses Mal alleine,  ohne Jenny. War schon ein komisches Gefühl. Bisher haben wir doch alles zusammen gemacht. Doch mein Entschluss stand fest. Da ich alleine nicht zwei Pferde mitnehmen wollte, hatte ich mir fest vorgenommen, Jairami mitzunehmen. Da sie noch nicht so showerfahren ist, empfand ich Ruschwedel als willkommene Abwechslung für sie. Jedoch machte uns ihr Ekzem einen Strich durch die Rechnung. So kam dann doch Sahabi mit.
Das Wetter am Tag zuvor hatte beschlossen,  dass Waschen überbewertet wird, daher musste ich meinen marschvermatschten Schimmel mit viel Bürsteneinsatz sauber bekommen. Früh morgens, für Sonntag wirklich viel zu früh, haben wir zwei uns auf die Reise ins „ferne“ Niedersachsen begeben. Irgendwann, zum Glück ohne Stau und andere große Spirenzchen, sind wir rechtzeitig in Ruschwedel angekommen.
Mal wieder bestens in den Boxen untergebracht, mit Heu satt, hat sich Sahabi gleich neben dem Friesen Rein von Stefanie Krieger pudelwohl gefühlt. Sahabi mochte nie schwarze Pferde, aber an Rein scheint er einen Narren gefressen zu haben. Die beiden teilten sich selbst durch die Boxengitter ihr Heu, obwohl genügend bei beiden vorhanden war.
Nachdem Sahabi versorgt, das Auto entladen und weggebracht war, ging’s auch schon an die Vorbereitung für die Eröffnung der 3. Tierfaszination. Sahabi und ich waren arabisch gekleidet und Sahabi durfte die schöne arabische Trense von Jennys erstem Araber ausführen.

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Obwohl laut Plan gefühlt nur zwei Minuten Zeit bis zum nächsten Auftritt „Arbeit an der Hand“, hatten wir dann doch irgendwie ewig Zeit. Mal wieder tickten die Uhren in Ruschwedel anders und das anfangs noch schöne, warme Sonnenschein-Wetter verschwand leider viel zu schnell. Zwischenzeitlich goss es wie aus Eimern oder eher noch schlimmer. Für Sahabi hatte ich zum Glück eine Regendecke mit und irgendwie hatten wir das Glück, nur im Trockenen auf dem Showplatz zu sein. Da erging es anderen aus unserem Team ganz anders, wobei Corinna hier noch das schlimmste Los gezogen hatte…
Nach der „Arbeit an der Hand“ hatte Sahabi erstmal Pause. In der allgemeinen Pause saß ich dann bei Sahabi in der Box und aß genüsslich meinen Kartoffelsalat,  während mein „großer“ Grauer neben mir döste.

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Brittas Mann Carsten kam ans Gitter und meinte, dass er solche wie mich toll findet, die so eine Beziehung zu ihrem Pferd haben. Das kann sicherlich jede von unserem Team von sich und ihren Pferden behaupten. Ist es doch das Miteinander zwischen Pferd und Mensch, was wir in den Vordergrund stellen.
Nach unserer Pause ging’s dann weiter mit dem Halsring, und als wir alle vor dem Showplatz auf unseren Einsatz warteten,  behauptete ein Besucher,  dass sich viele Turnierreiter von uns und unseren Pferden eine dicke Scheibe abschneiden könnten – „Würden die Turnierreiter Euch so ohne Sattel und Zaumzeug sehen, sie würden behaupten, die Pferde könnten ja sofort ohne Einwirkung davon galoppieren und die Reiter fallen alle runter“. Gerade aus den beiden Aussagen kann ich sagen, dass unser Auftritt doch ein voller Erfolg war, denn wir haben es geschafft, die Zuschauer auf das tolle Band, welches zwischen Mensch und Pferd entstehen kann, wenn man es denn lässt, aufmerksam zu machen. Selbstverständlich aber auch mit den tollen Auftritten und der Vielfalt,  die unser Team zu bieten hat.
Mein absolutes Highlight war jedoch im Abschlussbild. Sahabi hat das vierte Mal überhaupt und das erste Mal vor Publikum und in fremder Umgebung ein Kompliment gemacht! Er hat mich damit einfach nur umgehauen! Ich war am Boden und hab nur ein bisschen mit ihm gespielt und dachte mit „einfach versuchen…“ und Sahabi war einfach toll. Es ist ein wahnsinniges und wunderschönes Gefühl, wenn einem immer wieder vor Augen geführt wird, wie viel Vertrauen er in mich steckt. Aber ich vertraue ihm mindestens genauso! Er ist einfach mein Seelenpferd. Ich danke Dir, mein Hübscher!!!

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Es war trotz des Regens, mal wieder ein schöner Tag mit Euch und ich freue mich auf unser baldiges Wiedersehen (bitte ohne Regen) auf dem Hamburger Pferdemarkt!“

Und hier eine Zuschauer-Meinung von Ann Baumhöfener:

„Da ich „nur“ Zuschauer war und nicht Vereinsmitglied kann ich natürlich über den Ablauf etc. nicht viel sagen. Was ich gesehen habe, hat mir super gefallen. Alles hat auf den Punkt gepasst und dass Ines von Sureña gepustet wurde, war auch nicht schlimm 🙂
Zeitweise hatte ich den Eindruck, aber nur den persönlichen, dass dieses Mal vom Regen nicht das meiste daneben gefallen, sondern auf mir und Heinz (meine bessere Hälfte) gelandet ist, aber das Unwetter hat der Vorführung in keinster Weise geschadet.
Hm… Also wenn ich zu den Auftritten einen Wunsch äussern könnte, würde ich mir mehr Rasse-Vielfalt wünschen. Keine  Ahnung, was Ihr für Mitglieder und Pferde zur Verfügung habt, aber die einzelnen Programmpunkte waren hier sehr Iberer-lastig. Wenn Ihr die leichte, barocke, iberische etc. Reitweise dem breiten Publikum schmackhaft machen wollt, dann zeigt doch mehr Wald-und-Wiesen-Ponys und was die so drauf haben. Klar machen P.R.E., Lusitano und Friesen alleine vom Exterieur schon unheimlich viel her, aber das können Haflinger, Norweger, Tinker und andere Rassen bestimmt auch zeigen (sofern bei Euch vorhanden). Das nur als Anregung!“

Gerne geht der Vorstand auf diese Anregung ein: „Liebe Ann, kurzfristig ist leider eine Teilnehmerin, die unsere Schaubilder um ein Welsh-A-Pony und einen Mangalarga Marchador bereichert hätte, ausgefallen. Tatsächlich täuscht Dein Eindruck Dich dieses Mal nicht, meist ist unsere Rasse-Vielfalt größer. Es kommt immer darauf an, wer zu welchen Terminen kann… Schau Dich doch einmal auf unserer Homepage unter den Pferden unserer Mitglieder um, an Rasse-Vielfalt mangelt es keineswegs, aber leider haben nicht alle die Möglichkeit, an Schaubildern teilzunehmen. Aber – wir arbeiten dran!“

Und noch eine Zuschauer-Meinung – von Silke Henschel:

„Es war wieder mal toll. Leider haben wir nicht alle Vorführungen gesehen. Die am späteren Nachmittag haben wir verpasst. Aber das, was wir gesehen haben, war so voll Harmonie. Auch die Choreographien waren gut. Man sah Euch allen den Spaß an, ganz besonders Corinna. In ihrem Gesicht und ihrem Lachen kann man den Spaß und die Harmonie mit ihren Pferden erkennen. Die Pferde wirken so, als haben sie Spaß an der Sache. So soll’s ja auch sein! Selbst meine Mutter, mit der ich da war, und die sonst nix mit Pferden am Hut hat, war begeistert und hat die Harmonie zwischen Pferden und Reitern gespürt. 
„Erfrischend“ war auch, als eines der Handpferde seinen eigenen Kopf durchgesetzt und sich auch mal alleine über den Parcours gemacht hat. Das gehört dazu und ich fand’s gut!“

Den Bericht von Corinna Scholz zu diesen Tag in Ruschwedel finde Sie hier

 

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