18.9.: Seminar

Seminar „Blickschulung“

Am 18. September luden Pferde-Physiotherapeutin Martina Stöhr und Ausbilderin Corinna Scholz wieder zum Seminar ein.

Anhand verschiedener Pferde sollte  in Theorie und Praxis der Blick geschult werden für die körperlichen Gegebenheiten und Zusammenhänge, die für die Gesunderhaltung des Reitpferdes wichtig sind.

Vormittags ging Martina Stöhr ausführlich auf Details bei Muskulatur, Körperbau, Erkennen von Taktunreinheiten, Stellungsfehlern und ihrer Bedeutung und Gangbilder ein. Zudem bekamen die Teilnehmer Bögen mit Bildern, denen sie Begriffe zuordnen sollten, um so ihren Eindruck wiederzugeben, den das jeweilige Bild auf sie machte. Hier zeigten sich alle Teilnehmer mutig in der Bildbeurteilung.

Dieser Mut verließ sie anfangs angesichts der drei Pferde, die dann nachmittags an der Longe und unter dem Reiter vorgestellt wurden. Es schien deutlich einfacher, ein „stehendes“ Bild zu beurteilen als das sich direkt vor den Augen bewegende Pferd. Doch nach und nach wagten alle, auszudrücken, was sie sahen und so ihre Eindrücke wiederzugeben. Vorgestellt wurden ein spanischer Rappwallach, sehr temperamentvoll und nicht ganz einfach am Boden zu handhaben, unter dem Sattel dann deutlich konzentrierter. Bei diesem Pferd schienen Vor- und Hinterhand nicht zusammenzugehören – er bot ein recht extravagantes Gangbild.

An der Longe sahen die Teilnehmer eine wunderschöne vierjährige palominofarbene Lusitanostute, die alleine aufgrund ihres angeborenen Gangwerkes prädestiniert ist für Vorhandschäden. Corinna Scholz ging, wie auch bei den den anderen Pferden, darauf ein, wie dies, unter Berücksichtigung von Alter und Ausbildungsstand – in der täglichen Arbeit Berücksichtigung finden sollte. und wie das Gangbild der Stute positiv beeinflußt werden kann.

Eine neunjährige Andalusierstute rundete das Bild ab, hier wurden offensichtliche Taktstörungen von der Reiterin geschickt durch angemessenes Tempo und Geraderichtung behoben. Auch hier war gut zu sehen, wie den jeweiligen Problemen reiterlich entgegengewirkt werden kann und muß, soll das Pferd ohne Schaden alt werden.

Es war wieder einmal ein spannender Tag, von Martina Stöhr und Corinna Scholz unterhaltsam und abwechslungsreich – und nicht zuletzt hochinformativ und lehrreich – gestaltet.

Wir freuen uns auf Forstetzungen dieser Seminare im nächsten Jahr!