1.8. – Biomechanik

Das Seminar mit Annette Boddenberg, das eigentlich unter dem Titel

„Funktionelle Anatomie und biomechanische Grundlagen als Basis eines erfolgreichen Trainings“

stattfinden sollte, war mangels Teilnehmern eigentlich bereits abgesagt. Sowohl die Angemeldeten als auch die Referentin und der Team-Vorstand waren enttäuscht über die erneute Absage eines von uns organisierten Kurses und so beschlossen wir kurzfristig, dennoch ein deutlich vereinfachtes und verkürztes Seminar durchzuführen.

Leider hatten alle diejenigen, die zuvor für den Kurs angemeldet waren, den Tag – aufgrund der bereits erfolgten Absage – neu verplant, so dass schlussendlich eine ganz andere Gruppe von Teilnehmern im Casino der Reitanlage Rosengarten auftauchte.

So war alles anders als ursprünglich geplant – Teilnehmer und Thema.
Im Großen und Ganzen war das Thema immer noch Biomechanik, jedoch sehr anders aufbereitet als gedacht.
Annette hatte aus einer Schlachterei ein Pferdebein besorgt, an dem wir die Strukturen vor Ort anschauen und präparieren konnten.

Die ersten Minuten stand der Kreis der Teilnehmer noch etwas abwartend und skeptisch weiter vom Tisch entfernt. Die Scheu hielt jedoch nicht lange an. Annette verstand es gut, die Teilnehmer einzubeziehen, und schon bald überwogen Neugier und Faszination. Mit von Annette mitgebrachten Kopien aus Lehrbüchern bewaffnet verfolgten alle die Strukturen des Vorderbeins unterhalb des Vorderfußwurzelgelenkes. Wörter wie Griffelbein, tiefe und oberflächliche Beugesehne, Fesselträger und Ringband wurden von theoretisch bekannten Begriffen zu erfassbaren und erfühlbaren Strukturen.
Mehr und mehr griffen die Teilnehmer auch (mit oder ohne Einmalhandschuhe) zu und erfühlten selbst Spannung, Größe und Festigkeit der freigelegten Sehnen und Bänder.

Das Fazit der sechs Teilnehmer am Ende des Seminars fiel sehr positiv aus. Es waren sich alle einig darüber, dass es sehr spannend war, die Strukturen des Pferdebeins, über die immer wieder viel gesprochen wird und die oft verletzungsanfällig sind, einmal gesehen und erfühlt zu haben und so eine bessere Vorstellung von diesen zu bekommen.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen werden wir dieses Seminar im nächsten Jahr sicherlich wiederholen – und dann hoffentlich mit deutlich mehr Teilnehmern!

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