25.9. – 19. Kiekeberger Pferdetag

Und wieder waren wir beim Kiekeberger Pferdetag dabei! Dieses Mal hatten die Veranstalter ihren Zeitplan deutlich besser im Griff. Den Boden leider noch immer nicht. Es gab wieder eine sehr bunte Auswahl an Schaubildern (das Motto war dieses Mal auch „bunt“), und eine Menge Zuschauer rahmten zu zwei Seiten den großen Showplatz ein.

Unser erstes Schaubild war „Arbeit an der Hand“.
Wir stellten fünf Pferde in der klassischen Führung an der Hand oder am Langen Zügel vor.

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Zu Anfang zeigten wir die Seitengänge, nicht mehr wie früher in einer vorgegebenen Reihenfolge und in der Abteilung, sondern jeder für sich, sodass jedes Pferd die Seitengänge zeigen konnte, die es gut beherrscht. 

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Danach gingen einige Pferde auf das Podest.
Nacariño zeigte hier sogar eine Vorhandwendung und Corinna lief eine Acht unter ihm durch. 

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Die Pferde, die es können, zeigten Spanischen Gruß, Spanischen Schritt und Spanischen Trab.

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Nun waren Kompliment und Plié an der Reihe, und Gillian of Gatsby legte sich auch hin.

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Flamenco piaffierte an der Hand, Gillian passagierte am Langen Zügel.

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Nacariño zeigte den Galopp an der Hand, während Gillian am Langen Zügel etliche Sprünge Terre à Terre präsentierte.

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Natürlich durfte auch die Pesade nicht fehlen – Flamenco zeigte diese für ihn noch ganz neue Lektion zum ersten Mal vor Publikum.
Das waren natürlich wieder sehr schöne, beeindruckende Momente.

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Das Schaubild war sehr gut gelaufen, die sehr unterschiedlichen Pferde hatten die vielen die Lektionen sehr abwechslungsreich präsentiert. Wir kamen strahlend aus der Bahn.

Für Tanja, Nic und Corinna hieß es jetzt aber echt hetzen – nur ein Schaubild war zwischen unserem und dem vom Veranstalter organisierten Rasse-Schaubild, an dem teilnehmen durfte, wer wollte.

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Über spanische Pferde wurde ein unfassbarer Schrott erzählt, es war schlimm, was da aus dem Mikrofon schallte. Im Laufe des Tages fingen wir immer wieder Sätze und Worte auf, bei denen es einem die Fußnägel hochrollte. Das war mal wieder ein grauenhafter Beweis dafür, dass man manche Leute einfach nicht an ein Mikrofon lassen darf. Unsere Schaubilder wurden zum Glück von Ines moderiert!

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Nach diesem Schaubild hatten wir Zeit. Als nächstes war das „Barocke Ensemble“ dran.

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(Foto: Berit Seiboth)

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Dann kamen die „Variationen zu Pferde“, hier zeigte jeder von uns eine andere Reit- bzw. Arbeitsweise, die jeweils mit eigener Musik erklärt und gezeigt wird, während aber immer alle Pferde in der Bahn sind. Ein Schaubild, was immer wieder auf’s Neue für die Toleranz untereinander wirbt und zeigt, dass Pferde aufgrund ihrer Rasse oder der bevorzugten Reitweise des Besitzers einfach nicht in eine Schablone gepresst werden dürfen.

Tanja, Kimi und Flamenco zeigten einen auf den spanischen Ferias nicht wegzudenkenen Anblick:

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Corinna stellte mit Nacariño klassische Dressur vor mit dem Fokus auf Schwungentfaltung:

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Anja und Drewes präsentierten die Arbeit am Langen Zügel:

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Nic und Corinna zeigten Flagge!
Navarre und Nacariño ließen sich die Flagge Spaniens wiederholt um den Kopf wirbeln.z18

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Birgit demonstrierte mit De Piet die Arbeit des jungen Reitpferdes:

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Naomi stellte mit Gillian einige Zirzensische Lektionen vor:

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Nic und Navarre präsentierten zum Abschluss den Tanz mit der Garrocha:

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Die Variationen gelangen so gut wie selten und waren einfach ein Hochgenuss!
Alle Musik- und Reitweisen-Übergänge klappten, die Texte waren gut zu hören, die Pferde spielten mit – das war einfach nur schön!!

Wir rüsteten noch einmal um für unser letztes Schaubild „Flagge zeigen!“.
Wir stellten neben dem Reiten mit Flagge noch weitere Möglichkeiten vor, wie man Pferde mit beweglichen Gegenständen vertraut machen kann. Beeindruckend für die Zuschauer und für uns zehn Minuten Spaß pur!!

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Na, dann bis zum nächsten Jahr auf dem Kiekeberg, da müsste es dann der 20. Pferdetag sein und somit ein Jubiläum!
Wir sind dabei!

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Ein Resümee von Birgit:
„Der Pferdetag am Kiekeberg war auch in diesem Jahr eine so schöne Veranstaltung, dass man schon fast traurig ist, wenn der Tag vorbei ist. Ich war mal wieder sehr erstaunt über Piet, wie gelassen er das alles mitgemacht hat. Es störten ihn weder die Sirene von dem Krankenwagen der Johanniter noch die Massen an Zuschauern. Ein wenig aufgeregt war er aber doch, da manche Lektionen nicht so geklappt haben wie zu Hause.
Bei der Vorstellung der Pferde im Barocken Ensemble wollte ich eigentlich wieder rausreiten, da die Beschreibung des Barocken Pferdes so gar nicht zu Piet passt. Aber durch seine lange Mähne und seinem friesischen Aussehen, dachte ich mir, dass es doch ganz gut passt (und sein Text war ja auf ihn abgestimmt, er bot die perfekte Überleitung von den nicht-barocken zu den barocken Pferden) 🙂
Wir würden uns freuen, wenn wir nächstes Jahr wieder mit dabei sein können (auf diesen Tag freut man sich das ganze Jahr!) und die entspannte und ruhige Atmosphäre genießen können. Bis dahin ist Piet auch ein Jahr älter und wir werden sicherer in den Lektionen.“

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Corinna hat den Tag so erlebt:
„Das war ein großartiger Saisonabschluss! Die Entscheidung, nur Nacariño mitzunehmen, war leicht – ihm traute ich einen besseren Umgang mit dem Boden zu, der leider auch in diesem Jahr wieder echt katastrophal war. Uneben an sich und abschüssig mag ja noch angehen, aber die Pferde stolpern da teilweise von einem Loch ins nächste, um direkt danach über einen Maulwurfshügel zu fallen…
Nacariño zog es mehrfach die Füße weg, aber mein toller Junge zog die Füße wieder ran und galoppierte weiter. Seine bereits vorhandene Versammlungsfähigkeit zahlte sich voll aus, er ging mit der Situation super um.
Wir begannen mit der Arbeit an der Hand – mir war ein bisschen nach Kitsch und so bekam Nacariño heute mal Rosen in die Mähne.

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Nacariño war reichlich aufgekratzt. Er ging, wenn auch kernig, super, zeigte schöne Traversalen im Schritt und Trab und eine tolle Schrittpirouette. Er durfte auch galoppieren. Machte er großartig, eine ganze Runde, sehr dynamisch, und hier bekam er einen deutlichen Hinweis auf den Boden. Er rutschte weg, fing sich wieder, ließ sich nicht stören und galoppierte einfach weiter.

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Ich war hin und weg von meinem großen, tollen Weißen! Im Barocken Ensemble schenkte er mir unsere allerersten Sprünge Galopptraversale, in den Variationen sahen wir dann in Frack und Zylinder mal ganz seriös aus. Und so ging er auch. Es war ein wunderbarer Tag mit ihm, dem er in „Flagge zeigen!“ noch die Krone aufsetzte.
Das Wetter spielte mit, die Stimmung unter uns war wie immer großartig, es war einfach ein rundum toller Tag!
Danke, mein Schöner, das war toll!!“

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