3.10. – Saison-Abschluss in Heist

Nachdem unser erstes Outdoor-Turnier im Juli so einen Spaß gemacht hatte, veranstalteten wir kurzentschlossen ein zweites Turnier in Heist.
Wieder waren Gastreiter (die von Team-Mitgliedern geworben wurden) zugelassen, und so entstand eine wunderbare Rasse-Vielfalt.

Strahlende Gesichter allüberall, und das trotz diverser Regenschauer und einem immer fieser werdenden Boden auf dem Dressurviereck.
Die Pferde stapften tapfer durch die Pfützen, der Boden wurde immer schwerer.
Inken Manz war, wie auch im Juli, unsere Richterin, und sie machte ihre Sache wieder ganz großartig. Wohlwollend und immer freundlich zauberte sie jedem Reiter ein Lächeln ins Gesicht und hinterließ motivierte Reiter, die sich auf ein nächstes Mal freuen.

Wir starteten mit der leichten Dressur, in der 9 Pferde an den Start gingen. Die besten 3 waren automatisch startberechtigt in der schweren Dressur, was durch die Ausschreibung auch bekannt war, aber – selbst Schuld – hatten sie natürlich alle nicht damit gerechnet, hier starten zu dürfen und so kannte keiner die Aufgabe auswendig. Wir hatten aber kurzfristig eine Leserin gefunden, die sich in der leichten Dressur „einlesen“ konnte, die schwere Prüfung las sie dann für eine Premiere ganz schön gut. Vielen Dank, Kerstin!

 

Diese Aufgabe musste in der Leichten Dressur geritten werden:

A – X – Einreiten im Mittelschritt
X – G – Halt, Gruß
X – C – Mittelschritt, linke Hand
H – X – F – durch die ganze Bahn wechseln, Dehnungshaltung
A – X – A – X – Arbeitstrab (leichttraben oder aussitzen), auf dem Zirkel geritten, an der offenen Zirkelseite eine Pferdelänge überstreichen
X – C -X – C – aus dem Zirkel wechseln, an der offenen Zirkelseite eine Pferdelänge überstreichen
C – ganze Bahn (aussitzen)
H – K – einfache Schlangenlinie
A – Mittelschritt
F – X – H – durch die ganze Bahn wechseln, Dehnungshaltung
C  – Arbeitstrab
B – E – B – Mittelzirkel, vor E Arbeitsgalopp
B – ganze Bahn
F – A – Arbeitstrab
A – C – Schlangenlinie durch die Bahn, 4 Bögen
E – B – Mittelzirkel, vor B – Arbeitsgalopp (B – E – B Mittelzirkel)
B – ganze Bahn
vor M – Arbeitstrab
H – B – durch die halbe Bahn wechseln
zwischen den Zirkelpunkten doppelte halbe Volte
A – Mittellinie
X – G – Halt, Gruß

Als Unterpunkte wurden zudem bewertet: Durchlässigkeit des Pferdes, Maultätigkeit; Taktreinheit, Gleichgewicht; Vertrauen zum Reiter, Harmonie, Freude an der Mitarbeit, Leichtigkeit der Darbietung; Sitz des Reiters, Unsichtbarkeit der Einwirkung, Bestreben des Reiters, die Stirnlinie des Pferdes vor der Senkrechten zu haben.

Die Ergebnisse:

1. Julia Meyer – Botijo – 8,0

2. Jennifer Gasch – Maischa – 7,3

3. Mareike Muus – Dark Lahja – 7,2

4. Nadine Pjeca – Hermine – 7,1

5. Simona Wolf – Somebody to love – 7,0

6. Christina Clausen – Bandolero – 6,5

7. Sandra Hoppenrath – Sahabi al Tajara – 6,0

8. Tina Nitschmann – Peregrino – 5,5

9. Doris Dröge – Fynn 6,3 – 1,0 = 5,3

Es folgte die Schwere Dressur – bei dem Boden konnte inzwischen von „Aufgabe bewältigen“ gesprochen werden, der Regen hatte den Boden in einen Acker verwandelt. Aber die Pferde waren größtenteils mutig und eifrig und ließen sich davon nicht schrecken. 
Hier war also die folgende Aufgabe zu bewältigen:

A – X – Einreiten im Mittelschritt
X – Halt, Gruß
X – C – Arbeitstrab, linke Hand
E – X – B – doppelte halbe Volte
A – C – Schlangenlinie 3 Bogen in Rechtsstellung
C – A – Schlangenlinie 3 Bogen in Linksstellung
A – Halten. 3 – 5 Tritte rückwärts richten, danach halten
A – Mittelschritt
K – E – Schulterherein
H – aus der Ecke kehrt
E – K – Travers
A – versammelter Trab
F – B – Schulterherein
M – aus der Ecke kehrt
B – F – Travers
K – B – durch die halbe Bahn wechseln
M – Arbeitsgalopp
C – X – C – Zirkel, an der offenen Zirkelseite Dehnungshaltung
X – aus dem Zirkel wechseln (einfacher oder fliegender Galoppwechsel)
A – X – A Zirkel, an der offenen Seite Sprünge verlängern
A – versammelter Trab, ganze Bahn
K – X – M – Trabverstärkung
C – Mittellinie
G – halbe Traversale (wahlweise rechts oder links)
A – Mittellinie
G – Halt, Gruß

Die Ergebnisse:

1. Corinna Scholz – Nacariño – 9,0

2. Andrea Blochwitz – Flores of Blue – 8,7
Die beiden bekamen den vollen Schauer ab…

3. Corinna Scholz – Querendón – 8,5

4. Jennifer Gasch – Maischa – 8,0

5. Mareike Muus – Dark Lahja – 7,2

6. Julia Meyer – Botijo – 7,0

 

Wie auch im Juli ließ der Regen nun nach – einige hatte es ganz schön erwischt. Nun sollte es aber bis auf ein paar Tröpfchen trocken bleiben, und das war auch gut so. Der Boden im Gelände steckte eine Menge Wasser weg, aber auf dem Trail-Parcours standen doch eine ganze Menge Pfützen. Die Hindernisse waren so aufgestellt, dass sie im Trockenen standen, aber man hörte die Pferdehufe doch ganz schön platschen 🙂

Die Geländeprüfungen waren ein Pilotprojekt – und das Konzept ging voll auf. Aus Zeitgründen waren der Geländeritt und der Trail-Parcours mit GHP-Elementen miteinander verbunden. In der leichten Prüfung begannen die Reiter mit drei Hindernissen aus dem Trail-/GHP-Parcours, dann ging es rechts herum durch das Gelände. Direkt im Anschluss folgten die nächsten drei Trail-/GHP-Hindernisse und der zweite Gelände-Teil, der nun links herum ging. So kannten die Pferde die Hindernisse bereits von der einen Seite, es ließ sich eine schöne Strecke mit wenigen verschiedenen Hindernissen erstellen und die Reiter meisterten ihre Aufgaben durchweg mutig und mit viel Freude – die sah man nicht allen so an, meist kam das erst durch, wenn sie ihre Prüfung beendet hatten 🙂

Für die beiden Geländeteile gab es eine Gesamt-Wertnote, für die Trail-Hindernisse jeweils Einzelnoten. Die Geländenote wurde umgerechnet in Punkte und zu den Trail-Punkten addiert. Bei Punktgleichheit zählte die bessere Gelände-Wertnote.

Die Ergebnisse (Gelände-Note, Trail-Punkte, Gesamt-Punktzahl):

1. Jennifer Gasch – Maischa – 9,0 / 41 / 77








2. Simona Wolf – Somebody to love – 8,0/ 41 / 73









3. Katja Burkhardt – Amelie – 6,3 / 40 / 65,5



4. Sandra Hoppenrath – Sahabi al Tajara – 6,3 / 39,5 / 65






5. Andrea Blochwitz – Flores of Blue – 7,2 / 31 / 59,8


Dieses Foto brachte ihr den Spitznamen „Flori flippig“ ein 🙂





6. Nadine Pjeca – Hermine – 5,5 / 36 / 58


7. Mareike Muus – Dark Lahja – 7,6 /25 / 55,4




8. Doris Dröge – Fynn – 6,4 / 29 / 54,6


Die besten drei waren auch hier automatisch startberechtigt in der schweren Prüfung, dieses Angebot nahm allerdings keiner wahr, obwohl die Sprünge auch ausgelassen werden durften. Das hätte Abzüge gegeben, aber nicht zum Ausschluss geführt.
Wollte aber keiner, und so waren Julia mit ihrem Botijo und Corinna mit ihren beiden Schimmeln unter sich in dieser Prüfung, die damit sehr P.R.E.-lastig wurde – drei (also nur!) P.R.E.s in der schweren Geländeprüfung! Und die zeigten eindrucksvoll, dass Spanier sehr wohl springen können.

Hier beinhaltete der Trail jeweils vier Hindernisse. Die maximale Punktzahl war 6 pro Hindernis, bei manchen Hindernissen gab es noch 2 Bonuspunkte für 3 Sekunden Stillstand.

So also war die schwere Geländeprüfung vorgesehen – und es machte Spaß pur!! Das war den Reitern auch anzusehen! Und den Pferden…

Die Ergebnisse:

1. Corinna Scholz – Nacariño – 9,0 / 47 / 101











2. Julia Meyer – Botijo – Gesamt 86,2









3. Corinna Scholz – Querendón – 8,7 / 30 / 82,2













Julia und Corinna juxten nach der Siegerehrung noch mal durch den Teich und sprangen (fast) gemeinsam den Aussprung aus der Senke.

Was für ein großartiger Saison-Abschluss!
Bis nächstes Jahr!

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