Tuigpaard

…im Team Légèreté:

LOU, * 2016, 1.57 m
V.: Delviro HBC (KWPN) v. Vulcano (KWPN) / Waterman (KWPN)
M.: Hofdame

Das Tuigpaard ist weniger eine eigenständige Rasse als vielmehr eine Zuchtrichtung des niederländischen Warmbluts, das als KWPN (Koninklijk Warmbloed Paard Nederland) in vier verschiedenen Typen gezüchtet wird. Basierend auf den altniederländischen, schweren Warmblütern Groninger und Gelderländer hat sich mit dem Tuigpaard seit den 1960er Jahren ein Unterschlag entwickelt, der sich als edles Fahrpferd präsentiert und noch heute dem Gelderländer ähnelt.

Als Zuchtrichtung des Niederländischen Warmbluts KWPN liegt der Ursprung der Tuigpaarden in den alten Pferderassen Gelderländer und Groninger, die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind. Die Kreuzung von bodenständigen, heimischen Stuten mit Hengsten unterschiedlicher Rasse sowie die Kreuzung von Araber, Oldenburger und Friese im Falle des Groningers hatten robuste Arbeitspferde geformt. Diese schweren, altniederländischen Warmblüter waren seit jeher als Zug- und Kutschpferd gefragt, unterlagen aber seit den 1960er Jahren einer Weiterentwicklung des Zuchtziels. Fortan war es der Typ eines modernen Reitpferdes, der den ursprünglichen, kräftigen Schlag verdrängte.

Einkreuzungen von American Saddlebred Horses und Hackneys führten, einhergehend mit einer strengen Selektion, zur Herausbildung des heutigen Tuigpaards. Vor allem durch das englische Hackney-Blut wurde eine Veredelung hin zu einem feineren Fahrpferd erzielt, das sich im Gespann großer Beliebtheit erfreut und nach wie vor der alten Prägung des Gelderländers entspricht. Heute ist das Tuigpaard nach den Spring- und Dressurpferden die zweitgrößte Zuchtrichtung des KWPN, noch vor dem bis heute erhaltenen Gelderländer in seinem Ursprungstyp.

Immense Kraft, eine stolze, aufrechte Haltung und rhythmische Bewegungen – das Tuigpaard begeistert Liebhaber immer wieder mit seiner hohen Knieaktion und einwandfreiem Takt. Mit seinen raumgreifenden Gängen, seiner runden Aktion im Trab und seinem ausgeprägten Gehvermögen ist es vor allem als Kutsch- und Fahrpferd äußerst gefragt.

Überwiegend kommen Füchse vor, die sich durch weiße Beine und Blesse auszeichnen. Daneben gibt es auch Rappen, Braune und Schecken und in seltenen Fällen Schimmel.

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