Cruzados

…im Team Légèreté:
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BANDOLERO, * 17.4.2009, Wallach
Vater: Uno (Lusitano) v. Navalheiro / Inca
Mutter: Bandolera XLII (P.R.E.) v. Riojano III / Indiano VII

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MOTÓ, * 21.3.2008, Wallach, 1.64 m
Andalusier / Lusitano (genaue Abstammung unbekannt)

Unser Start war holprig, denn die Kombination aus einem unerfahrenen Reiter und einem ängstlichen Pferd mit viel Vorwärtsdrang ließ mich fast aufgeben. Durch viel Bodenarbeit und unzählige Wiederholungen wuchsen wir immer weiter zusammen und vertrauten uns gegenseitig immer mehr. Was nicht immer einfach war, denn er setzte mich einige Male in den Sand – nie aus Bosheit, aber aus Angst. Er hat mich echt an meine Grenzen gebracht, aber zusammen konnten wir diese überschreiten und uns weiterentwickeln. Rückblickend kann ich nur staunen, was wir schon alles geschafft haben, mit welcher Leichtigkeit er uns immer weiter bringt uns was für ein vielseitiges und ausgeglichenes Pferd er geworden ist.
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TRISTAN, * 6.3.1998, Wallach, 1.58 m
Andalusier / Araber (genaue Abstammung unbekannt)

 

Cruzados sind Kreuzungen spanischer Pferde mit arabischem und / oder englischem Vollblut. Diese Kreuzungen heißen „dos sangre“ (zweierlei Blut) oder „tres sangre“ (dreierlei Blut), je nachdem, ob zwei oder drei verschiedene Rassen gekreuzt wurden.

Als spanische Züchter ihre spanischen Stuten mit englischen oder arabischen Vollbluthengsten zu decken begannen, um diese zu veredeln, entstand ein ganz neuer Pferdetyp. Es vereint die Robustheit und Wendigkeit des P.R.E., die Schönheit, Spritzigkeit und Zähigkeit des Arabischen Vollblutes (Hispano-Araber) und die Schnelligkeit des englischen Vollblutes. Diese Kreuzungen stellten sich als ideal für den Einsatz in der Doma Vaquera heraus.
Tres Sangres entstehen aus Paarungen von Hispano-Arabern mit englischem Vollblut bzw. Anglo-Arabern mit P.R.E.

Noch relativ jung sind gezielte Kreuzungen aus P.R.E. und Lusitano, die inzwischen meist auch über volle Papiere verfügen.

Beim Cruzado von einer eigenen Rasse zu sprechen, wäre falsch. es handelt sich schlicht um Kreuzungen, wenn auch inzwischen teilweise sehr etablierte und beliebte. Das Erscheinungsbild der Cruzados kann sehr unterschiedlich sein. Manche sind Mischungen mit weiteren Rassen (z. B. Berber), die sich aber meist ihr iberisches Erscheinungsbild bewahrt haben.
Viele Cruzados besitzen auch heute noch keine Papiere. Manchmal ist, wie bei Motó und Tristan, zwar bekannt, aus welchen Rassen sie „kombiniert“ wurden, jedoch liegen keine genaueren Daten zu den Elterntieren (mehr) vor.

Gemeinhin werden Cruzados oft als „Andalusier“ bezeichnet – was zu großen Verwirrungen und Verwechslungen mit Andalusiern und P.R.E. führt. Eine genaue Formulierung freut hier jeden Liebhaber (oder Besitzer) dieser Pferde. Denn Spanien hat noch weitere Rassen zu bieten, wie den Menorquiner oder den Cartujano. Alle haben einen deutlichen Bezug zum P.R.E., sind aber eben eigene Rassen.

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